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Angetrieben durch Wünsche,
Träume und Fantasie
33. Klingendes Schwagstorf mit Herbstkonzert von
Spielmannszug und Blaskapelle eröffnet
Ein Bericht von Christa Bechtel, Wittlager Kreisblatt:
"Schön ist die Liebe im Hafen" intonierten
einige Bläserinnen und Bläser zum bunten Treiben im
Hafen, oder besser gesagt im Publikum der Festhalle in Schwagstorf.
Sekunden später erklang es aus dem Lautsprecher: "Alle
Gäste bitte an Bord gehen, das ist der letzte Aufruf!" Teilweise
in schrillen Outfits, beladen mit 'Sack und Pack' folgten die
Musiker der Ansage und betraten gut gelaunt die MS Schwagstorf,
um in See zu stechen...
Der Auftakt des Herbstkonzertes des Spielmannszuges,
Leitung Christian Lutzer, und der Blaskapelle, Leitung Lars Brockmüller
als Kapitän der MS Schwagstorf. Das Motto „In 80 Takten
um die Welt“! Gleichzeitig auch Beginn der 33. Auflage
Klingendes Schwagstorf. "Wir mussten eben noch anbauen",
freute sich Vorsitzender Bernhard Dürfahrt zur Begrüßung über
die große Resonanz. Lang war seine Liste der Ehrengäste
und Helfer, die er namentlich willkommen hieß. "Die
Meyer Werft war nicht in Papenburg, sondern in der Mittelstraße",
dankte er Ralf und Maik Grumann, die die Bühne zum Schiff
werden ließen, inklusive Rettungsring versteht sich. Ralf
Grumann kam auch die Aufgabe zu, mit einer Flasche Sekt die "MS
Schwagstorf" zu taufen. Die war übrigens nicht nur
Bühne, sondern stand in etlichen Kleinformaten nebst Muscheln
als maritime Dekoration auf den Tischen.
"Musik verbindet und kennt keine Grenzen",
ging Ortsbürgermeister Karl-Heinz Rohrmann auf das Motto
ein. Ein Zahnrad müsse in das andere fassen, um solch ein
Feuerwerk auf die Beine zu stellen, lobte er nicht nur das besondere
Engagement von Spielmannszug und Blaskapelle - "hier wird
exzellente Jugendarbeit geleistet", sondern auch das von
Tischlermeister Grumann. "Man braucht ein Zugpferd, um das
Ganze zu koordinieren", meinte Rohrmann später, indem
er Sandra Dürfahrt unter jubelndem Applaus einen Blumengruß überreichte. "
Dieses Schiff wird angetrieben durch Wünsche,
Träume und Fantasie", stellte Stefan Middendorf heraus,
der auf charmante Weise die Moderation übernahm. Nur mit
solch einem Antrieb sei es möglich, eine Reise zu unternehmen, "die
einmal um die ganze Welt führt innerhalb kürzester
Zeit." Mit dem Heeresmarsch "Gruß an Kiel" legte
die MS Schwagstorf ab. Genial: durch das Medium Film wurde die
Tour auch visuell greifbar.
Vom ersten bis zum letzten Takt präsentierten
sich Spielmannszug und Blaskapelle, mal gemeinsam, mal abwechselnd,
in Bestform. Mit ausdrucksstarken Interpretationen und mitreißender
Spiellaune quer durch die Genres überzeugte der Klangkörper
mit einem bunten Reigen anspruchsvoller Beiträge, die vom
Publikum immer wieder mit kräftigem Beifall belohnt wurden.
Von Kiel ging´s nach Schweden, wie könnte es anders
sein als zu "Abba", von dort nach Schottland. Bravourös
wurde hier mit Corine Ulygatt von den Claidhmhor Pipers Bramsche
die heimliche schottische Nationalhymne "Scotland the Brave" interpretiert;
lyrisch wurde es mit "The rose of Kelvingrove". Mit "A
swinging Safari" von Bert Kaempfert war man in Afrika angekommen
und zur Pause legte die MS Schwagstorf in Italien an, um sich
für die Fahrt "über den großen Teich" zu
wappnen.
Mit "Lollipop(s)" eröffnete der
Spielmannszug den zweiten Teil. In "New York, New York" glänzten
Maren Eggemann, Baritonsaxofon, und Sandra Dürfahrt, Tenorsaxofon,
nicht nur mit ihren Soli, sondern die Gäste wurden sogar
von Mr. Präsident Obama begrüßt. Fulminant surfte
Fabian Köster mit den "Beach Boys on Stage" auf
den Wellen in Florida und in Brasilien sprühten nur so die
musikalischen Funken. Von dicht gesetzten rhythmischen Impulsen
erklang der "Fluch der Karibik". Hier zeigte sich,
wie stark Dorfgemeinschaft sein kann: als Piraten wirbelte die
Schwagstorfer Karnevalsgruppe durch den Saal. Endstation war
Hamburg und hier war klar: Mit gut zweieinhalbstündigem
Entertainment auf gehobenem Niveau, garniert mit originellen
Ansagen und Anekdoten wurde eindrucksvoll demonstriert, dass
Blasmusik mehr sein kann als Marsch und Polka. Nach stehenden
Ovationen kamen die Musiker um eine Zugabe nicht umhin...
33. Klingendes Schwagstorf
Schwagstorf zum Schwingen gebracht!
Ein Bericht von Stefan Meyer aus dem Wittlager
Kreisblatt:
Schwagstorf. Wird das Dorf zum Schwingen gebracht,
folgen zahlreiche Orchester und Ensemble dem Aufruf und gastieren
im Altkreis. Anlässlich der 33. Auflage des Klingenden Schwagstorf
waren es 14 Kapellen aus der Region und darüber hinaus,
die in der Gemeinde Ostercappeln gastierten.
„ Die Jugendförderung ist für uns besonders wichtig“, betonte
Bernhard Dürfahrt, Vorsitzender der örtlichen Blaskapelle – anlässlich
der offiziellen Eröffnung der zwei Festtage in Schwagstorf. Im Vorfeld der
Veranstaltung hatten bereits die Hausherren mit einem abendlichen Konzert in
der Festhalle die Breite ihres musikalischen Spektrums unter Beweis gestellt
(wie berichteten). Nun – am zweiten Veranstaltungstag des 33. Klingenden
Schwagstorf – folgten sehr unterschiedliche Formationen aus dem nahen und
fernen Umkreis der Einladung, um im Schatten der örtlichen Mehrzweckhalle
zu dokumentieren, wie abwechslungsreich die Musik von Blaskapellen und Spielmannszügen
sein kann.
Ausgehend von sechs Stationen – Feldteichstraße,
Felsener Straße, Mittelstraße, Westerfeldstraße,
Knollstraße und Oberer Eschstraße –, hielten
sie im Rahmen eines eindrucksvollen Sternmarsches ihren Einzug
auf dem Festplatz. Anschließend gaben sie dort ein eindrucksvolles
Platzkonzert.
Die Kulisse war geprägt durch einen geselligen
Rahmen aus Kuchentafel, Eiswagen sowie Imbiss- und Getränkeständen.
Dort labten sich die Musikanten nach ihrem Eintreffen, und die
Gäste stillten den sprichwörtlichen „Hunger zwischendurch“.
Darüber hinaus präsentierten die Schwagstorfer Oldtimer-Freunde
ihre Fahrzeuge, Eine Miniatur-Lok lud zur Rundfahrt durch das
Dorf ein.
Im eigentlichen Mittelpunkt standen aber die musikalischen
Darbietungen der Orchester und Kapellen, die sich dem örtlichen
Publikum präsentierten. Dazu zählten sowohl hierzulande
nah beheimatete Formationen wie die Spielmannzüge aus Venne
und Vehrte als auch Vertreter aus dem Osnabrücker Land wie
Hasbergen, Ohrbeck und Hollage.
Schmucke Uniformen prägten das Bild während
der Auftritte auf der Freilichtbühne an der Mehrzweckhalle.
Musikalisch war das Spektrum breit gefächert. Manch eine
Gruppe interpretierte bekannte Schlagermelodien. Andere Formationen
wiederum hatten sich auf klassische Märsche und Kapellenmusik
spezialisiert.
Immer aber wurden die Beiträge vom Publikum
mit begeistertem Applaus honoriert. Nicht zuletzt, weil alle
beteiligten Bands eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass die
Nachwuchsförderung ein großes gemeinsames Anliegen
ist. So ernteten vor allem jene die unüberhörbare Anerkennung
des Publikums, die durch sehr junge Instrumentalisten im Kindesalter überzeugen
konnten.
mehr im Fotoalbum!
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